Der ehrliche Blick in den Tradingalltag.
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Trading Journal

Monthly Archives: September 2014

Vortrag in Berlin mit dem Bullentrader

Am kommenden Donnerstag, 09.10.2014, 19:00 Uhr halte ich einen Vortrag bei der VTAD e.V. Berlin,
im Hotel Savoy, in der Fasanenstr. 9 – 10, 10623 Berlin, zu dem alle Leser des Blogs herzlich eingeladen sind.

Einfach am Empfang auf diese Einladung beziehen und der kostenlose Zutritt ist gesichert!

Ich freue mich auf spannende Fragen und intensives, gemeinsames Erörtern der gezeigten Handelsansätze.

http://www.vtad.de/node/5692

Zum Vortrag:

Oliver Wißmann stellt eine seiner täglich angewandten Handelsstrategien anhand eines Theorie- und Praxisteils vor.

Die von ihm entwickelte „Rückzugsstrategie“ nutzt in ihrer Grundüberlegung ein starkes Momentum und sucht dabei Basiswerte, die aus der Korrektur heraus dem übergeordneten Haupttrend folgend gehandelt werden.

Teil 1 – theoretische Grundlagen der Handelsstrategie

Vorfilter, Basiswertescan, Einstiegsbedingungen, Setup, Risiko- und Moneymanagement, Trade-Verwaltung, Archivierung, Back-Testing und Simulationsverfahren, diskretionärer versus automatischer Handel

Teil 2 – praktische Anwendung der Handelsstrategie

Modifikationen, Optimierung, Besonderheiten des Live-Handels, gemeinsames scannen der Märkte sowie gegebenenfalls Live-Trading und natürlich Fragen, Fragen, Fragen…

Der Referent handelt insbesondere Aktien und Forex im kurz- bis mittelfristigen Bereich.
Als Anhänger der klassischen, technischen Analyse bevorzugt er u.a. trendfolgende Handelsstrategien, bei denen um eines möglichst ergiebigen Chance-Risiko-Verhältnisses wegen, aus der Korrektur in die Haupttrendrichtung gehandelt wird. Der Schwerpunkt seines Handelsstils ergibt sich aus der Dow Theorie bzw. aus markttechnischen Überlegungen in Verbindung mit einem stringenten Risiko- und Moneymanagement.

Der Jurist und Unternehmer Oliver Wißmann ist Regionalmanger München der Vereinigung Technischer Analysten Deutschlands e.V. und betreibt unter http://www.bullentrader.de einen Blog, in welchem er die Finanzmärkte charttechnisch analysiert und Einblicke in sein tägliches Trading gibt.

 

BASF – aktiver Short Trade – weitere Gewinne

So, nun die dritte Teilgewinnmitnahme.
Das verbleibende Viertel der Position bleibt drin, bis der Markt das Ding raus nimmt.

BASF_M60_260914_v2

Abercrombie – abgeschlossener Long Trade

Klar gibt es auch bei etlichen Gewinnern, Verlusttrades.
Das hier ist so einer.

Abercombie_M60_260914

Gerry Weber – abgeschlossener Short Trade

Man muss auch mal Gewinne vom Tisch nehmen.
Vor allem, wenn man etliche andere Trades hat…

Gerry_Weber_M60_260914

Broadcom – aktiver Long Trade

Broadcom_M60_260914

Apache – aktiver Short Trade

Apache_M60_260914

Exxon Mobil – aktiver Short Trade

XOM_M60_260914

BASF – aktiver Short Trade…

Tja, so kann man also auch handeln. Ganz entspannt die Stunde Short.
Zwei Teilgewinne mitgenommen. Läuft.

Obwohl der Name des Blog „Bullentrader“ implizieren könnte, dass ich eher long ausgerichtet bin, handle ich sehr gerne short.
Short-Bewegungen sind schnell, flott mit viel Vola.

🙂

BASF_M60_250914

Gerry Weber – aktiver Short Trade…bringt Geld :-)

Der Short Trade in der Aktie Gerry Weber bringt Geld und federt einige der kleineren Verluste aus den Long Trades der vergangenen Tage ab.

Mittlerweile also die zweite Teilgewinnmitnahme.. Falls ruhig weiter…

Die dritte Order ist bereits auf der Lauer zu weiteren Teilgewinnmitnahmen…

Gerry_Weber_M60_240914

 

Gerry Weber – aktiver Short Trade

Mein Short Trade auf Gerry Weber (im Webinar haben wir noch darüber gesprochen…) kompensiert gerade meine Verluste aus ein paar Long Trades…
Immer eine feine Sache, wenn man neben den Long Trades auch Shorts hat..
🙂

Gerry_Weber_Tag_230914

abgeschlossener Short Trade Tui…lief nicht!

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Aktueller Long Trade Henkel…läuft!

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Aktueller Siemens Long Trade…läuft!

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Ein interessanter Artikel über die Hedgefonds Branche… die Bösen sind die Guten!

Verkehrte Welt

Es gibt sie: Finanzprofis, die im Interesse ihrer Kunden handeln – und im Zweifel sogar auf Profit verzichten. Wer das ist? Nicht die üblichen Verdächtigen. In dieser Geschichte sind die Bösen die Guten.

Bild1

Sie sind keine Engel, haben aber Respekt vor ihrer Kundschaft: die Hedgefondsmanager Graham Clapp …

… und Simon Savage

Bild2

Text: Patricia Döhle
Foto: Olivier Hess
Brand Eins Ausgabe 05/2014
Der Gedanke liegt nahe: Wer sein Geld gut investieren möchte, also einen wirklich vertrauenswürdigen Experten sucht, nimmt den, der die meisten Kunden hat. Denn wären die alle da, wenn sie sich nicht anständig behandelt fühlten? So landet man als Anleger fast unvermeidlich bei der Deka, mit mehr als 120 Milliarden Euro an verwaltetem Vermögen der Marktführer unter den Anbietern von Investmentfonds in Deutschland, und stellt erfreut fest: Die Deka gehört zur Sparkassenorganisation. Das sind doch die Guten! Haben sich in der Finanzkrise kaum etwas zuschulden kommen lassen, tummeln sich nicht an den weltweiten Kapitalmärkten – was will man mehr? Von denen wird man ja wohl ein faires Angebot bekommen.

Werfen wir einen Blick auf das Geschäftsmodell, das im Wesentlichen mit dem anderer großer Fondsanbieter hierzulande identisch ist. Sie bieten einem Kunden, vereinfacht gesagt, Folgendes an: Du gibst uns dein Geld. Dafür bezahlst du eine Gebühr (genannt Ausgabeaufschlag) von bis zu fünf Prozent, die derjenige unserer Verkäufer erhält, der so nett war, dir das Geld abzunehmen. Den Rest bekommt ein Fondsmanager, der dein Erspartes anlegt. Dafür zahlst du jedes Jahr eine weitere Gebühr (Management-Fee) von bis zu drei Prozent, und zwar egal, ob er seinen Job gut oder schlecht macht. Einverstanden?

 

Wenn Sie einmal ein ganz anderes Geschäftsmodell aus der Investmentbranche kennenlernen wollen – nur so zum Spaß, denn es ist nicht für Normalverbraucher gedacht –, fliegen Sie nach London. Sie nehmen dann einen Zug in die Innenstadt, wechseln in die Victoria Line und steigen schließlich an der Station Green Park aus. Es ist schön dort in Mayfair, der Buckingham Palace ganz in der Nähe, der Park direkt gegenüber, daneben das „Ritz“ mit seinen malerischen Arkaden. Doch lassen Sie sich nicht täuschen: Sie sind auf dem Weg zu den Bösen. Wie böse? Sehr böse. Sie managen Milliarden, und man wirft ihnen vor, mit ihren risikoreichen und oft kreditfinanzierten Strategien die Kapitalmärkte zu destabilisieren. Dennoch: Verglichen mit Deka & Co., sind sie gar nicht so übel – zumindest wenn es um den Umgang mit ihren Kunden geht. Die Rede ist von Hedgefonds.

1 Curzon Street, fünf Gehminuten vom Green Park entfernt, ein weißes Bürohaus. Empfangsdamen kontrollieren streng jeden Besucher, dann geht es hinauf in den zweiten Stock, wo Simon Savage, 45, wartet. Er ist Hedgefondsmanager bei GLG Partners, die umgerechnet 23 Milliarden Euro an Kundenvermögen verwalten. Ein Zwerg im Vergleich zur Deka. Savages Kunden indes sind größer als die der Sparkassentochter: Pensionskassen oder Dachfonds und reiche Privatanleger. In jedem Falle sind sie Profis oder werden von Profis beraten, was gut ist. Denn es hat gravierende Auswirkungen auf das Gebaren von GLG und allen anderen Vertretern ihrer Zunft. Savage: „Wir dürfen bei der Qualität unserer Produkte keine Kompromisse eingehen.“

Was Hedgefonds ihren Kunden offerieren, sieht so aus: Du überlässt uns dein Geld. Wir geben es einem Fondsmanager und sorgen dafür, dass er es gut anlegt. Du zahlst uns eine Managementgebühr von maximal zwei Prozent. Und wenn mindestens zehn Prozent Gewinn im Jahr für dich herauskommen, gibst du uns 20 Prozent davon ab. Wenn nicht, bekommen wir auch nichts und feuern den Fondsmanager. Einverstanden?

Man muss nicht lange grübeln, um zu erkennen, welches der beiden Angebote, das der großen Investmentkonzerne oder das der Hedgefonds, im Interesse der Kunden ist: Erstere verdienen am meisten, wenn sie viel Kapital einsammeln – was den Anlegern nicht das Geringste bringt; Letztere profitieren vor allem, wenn sie eine hohe Rendite erwirtschaften. Das freut beide Seiten. Die gute Nachricht ist: Es scheint, als würde sich das Geschäftsmodell der Hedgefonds nun auch in jenem Teil der Investmentwelt durchsetzen, zu dem nicht nur Groß-, sondern auch normale Anleger Zugang haben. Das erfolgreiche Vorbild von GLG und anderen inspiriert junge Leute, ihnen nachzueifern; und sogar erfahrene Banker aus den großen Firmen steigen aus und starten noch einmal neu durch. Und viele Kleininvestoren folgen ihnen. Denn die Fakten lassen sich nur noch schwer ignorieren.

Ansgar Guseck, 37, beschäftigt sich seit Langem mit diesem Thema. Die Kölner Firma Sauren Finanzdienstleistungen, deren Research er leitet, ist einer der größten Dachfondsverwalter hierzulande. Bei Sauren machen sie tagein, tagaus nichts anderes, als herauszufinden, welches die besten Fonds sind, um dann die 2,5 Milliarden Euro, die Kunden ihnen anvertraut haben, möglichst gewinnbringend zu investieren. Guseck ist dabei auf folgendes Phänomen gestoßen: Fonds schneiden eine Zeitlang überdurchschnittlich ab, ihnen fließt daraufhin viel Geld zu – und genau dann lässt ihre Wertentwicklung drastisch nach. „Im Schnitt“, zitiert Guseck eine Studie der Universität Gießen, Exeter und der Cass Business School, „schneiden diese Fonds nach den hohen Mittelzuflüssen 2,5 Prozentpunkte schlechter ab als solche Fonds ohne größere Mittelbewegungen.“

Gilt das unabhängig davon, wie gut der Fondsmanager ist? Der Analyst ist überzeugt: „Selbst wenn er außergewöhnlich gut ist, wird es immer schwieriger für ihn, wenn der Fonds zu groß wird.“ Da die Inhalte der Studie in der Branche bekannt sein dürften und 2,5 Prozentpunkte Rendite pro Jahr nicht wenig sind, stellt sich die Frage: Was tut eine kundenfreundliche Anlagefirma, wenn einem Fonds Millionen über Millionen oder gar Milliarden zufließen?

„Es war, als stünden wir nackt auf der Straße“

Einer, der live dabei war, ist Graham Clapp, 53, in Hemdsärmeln mit gelben Hosenträgern und dröhnendem Bass der Prototyp des kernigen Fondsmanagers. In Deutschland war er mal ein Superstar – in der Szene. Von 2002 bis Ende 2006 managte er den größten europäischen Aktienfonds, den European Growth Fund der US-Fondsgesellschaft Fidelity. Als Clapp ihn übernahm, war er rund acht Milliarden Euro schwer, am Ende seiner Dienstzeit lag das Volumen bei gut 20 Milliarden. Fidelity unternahm nichts, um die Zuflüsse zu stoppen.

Clapp war bis dahin ein sehr erfolgreicher Manager. Deshalb wurde ihm das Flaggschiff anvertraut, für das er stetig nach den besten Anlagemöglichkeiten suchte. „Ich habe in meinem Berufsleben circa 15 000 Treffen mit Unternehmenschefs gehabt, Hunderte im Jahr, viele von ihnen habe ich 10- oder 15-mal getroffen“, erinnert er sich. „Und doch wurde es durch die schiere Größe des Fonds immer schwerer, gute Investment-Ideen umzusetzen. Bei 200 Positionen in einem 20-Milliarden-Fonds hält man im Schnitt Anteile an einem Unternehmen im Wert von 100 Millionen Euro. Da haben Sie nicht mehr viele Möglichkeiten.“

Ein paar Börsendaten helfen, das zu verstehen. Von einem Konzern wie der Deutschen Lufthansa etwa werden aktuell rund 66 Millionen Aktien am Tag gehandelt. Bei einem Kurs von um die 19 Euro bedeutet das einen Umsatz von gut 1,2 Milliarden Euro. Eine Position von 100 Millionen Euro entspricht damit schon knapp zehn Prozent des Marktes. Egal, ob sie verkauft oder aufgebaut, also Angebot oder Nachfrage erhöht werden soll – in jedem Fall wird die Masse an Papieren den Preis beeinflussen.

Bei mittleren Firmen wird das Problem noch größer. Das IT-Unternehmen Wincor Nixdorf etwa steht für Börsenumsätze von rund 280 Millionen Euro täglich. Da ist ein Paket im Wert von 100 Millionen Euro kaum noch handelbar. Clapp: „Selbst bei Bluechips haben unsere Händler bei Fidelity oft Monate gebraucht, um eine Position auf- oder abzubauen.“

2006 kündigte er nach 22 Jahren bei Fidelity. Heute sitzt Clapp entspannt im Konferenzraum seiner Londoner Firma Pensato Capital, mit der er 500 Millionen Euro verwaltet. Das ist immer noch ein dicker Batzen, und doch viel leichter zu verwalten. Jetzt dauert es meist nur ein oder zwei Tage, um eine Idee umzusetzen. Clapp ist viel schneller und flexibler. Sein Blick geht über die Dächer von Mayfair, und er gibt eine Anekdote aus Fidelity-Zeiten über den Verkauf von Aktien einer großen türkischen Bank zum Besten. „Ich gab unseren Händlern den Auftrag, alles zu verkaufen. Plötzlich kollabierte der Kurs. Ich hatte einen türkischen Assistenten und rief ihm zu: Ruf ein paar Broker in der Türkei an, frag sie, was da los ist!“ Heute kann Clapp über die Antwort lachen. „Ein Broker sagte ihm, die Sonne werde über dieser Bank erst wieder aufgehen, wenn Fidelity alle Aktien verkauft habe. Der ganze Markt wusste über unseren Verkauf Bescheid! Es war, als stünden wir nackt auf der Straße.“

Bei Hedgefonds wie GLG tun sie alles dafür, dass solche Situationen gar nicht erst entstehen. Simon Savage und seine Kollegen treffen daher regelmäßig eine Entscheidung, die professionellen Gewinnmaximierern Tränen in die Augen treiben müsste: Sie schließen einen Fonds. Mitte 2012, als er umgerechnet gut eine Milliarde Euro groß war, war der von Savage mit gemanagte und sehr beliebte Fonds European Equity Alternative dran. GLG hätte vermutlich gut noch mehr Geld einsammeln können, was eine sichere Managementgebühr bedeutet hätte. Savages Kommentar: „Es ist der einzige Weg. Man läuft sonst Gefahr, seine Anleger zu enttäuschen, die basierend auf der vergangenen Performance, etwa 10 oder 15 Prozent Rendite erwartet haben.“

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Hedgefonds sind beileibe keine Heiligen. GLG musste unlängst an die US-Wertpapieraufsicht SEC wegen Kursmanipulation bei einem ihrer Fonds eine Strafe von neun Millionen Dollar zahlen. Ein Großanleger klagte wegen Fehlberatung bei einem komplexen Swap. Für die Kunden sind indes folgende Fragen entscheidend: Haben die Fehltritte System? Oder ist das Geschäftsmodell so beschaffen, dass im Normalfall ihre Interessen im Mittelpunkt stehen oder sogar identisch sind mit denen des Unternehmens?

Eine wachsende Zahl vor allem inhabergeführter, aber auch einiger größerer Fondsgesellschaften, die weniger von großen Vertriebsnetzen als von Mundpropaganda und Empfehlungen durch Experten wie Sauren leben, richten sich mittlerweile ähnlich wie die Hedgefonds aus. Sie wachsen trotzdem, langsamer allerdings, als sie könnten, würden sie ihre Kapazitäten nicht freiwillig beschränken. Bis zu einer gewissen Grenze dürfen ihre bestehenden Fonds anschwellen; wollen sie noch größer werden, müssen sie zusätzliche Teams an Bord holen. Dann entstehen neue Fonds mit neuen Anlagestrategien, in die wieder Kundengeld fließen kann. Nach diesem Prinzip geht etwa die britische Fondsgesellschaft GAM vor. Oder der deutsche Anbieter Discover Capital, 2004 gegründet von zwei Absolventen der Augsburger Universität und bis heute dort beheimatet.

Squad Value hieß ihr erstes Produkt, spezialisiert auf unterschätzte kleinere Börsenfirmen. „Es war eine ideale Zeit, um zu starten“, sagt Gründer Stephan Hornung, 38. „Viele konkurrierende Nebenwertefonds waren mit dem Zusammenbruch des Neuen Marktes verschwunden.“ Zu Anfang übertrieben sie es ein wenig mit ihrer Vorsicht beim Volumen. Überrascht und überwältigt davon, wie schnell die Millionen hereinrauschten, machte Discover nur wenige Monate nach Auflegung zu – bei 60 Millionen Euro. Später öffneten sie den Fonds wieder, heute ist der Squad Value 210 Millionen Euro schwer.

Dabei soll es bleiben. Die Gründer haben ihre Marketingaktivitäten weitgehend eingestellt. Sie wollen kein Interesse bei neuen Anlegern auslösen. Selbst bestehende Investoren stünden schon auf der Warteliste. Ein Treffen mit brand eins lehnten die Fondsmanager ebenso ab wie ein Foto, gaben nur telefonisch und sehr zurückhaltend Auskunft. Schade – aber zweifellos im Interesse ihrer Kunden.
Quelle: Brand Eins Ausgabe 05/2014

http://www.brandeins.de/archiv/2014/im-interesse-des-kunden/hedgefondsmanager-graham-clapp-und-simon-savage-verkehrte-welt.html

Archer Daniels Midland – aktiver Long Trade

Läuft…

ADM_M60_180914

DAX – ein Rückblick

Ich bin gerade auf der Suche nach einigen Charts für einen Vortrag. Dabei ist mir ist gerade diese big picture Analyse vom Mai 2013, die ich für den DAX erstellt hatte, unter die Augen gekommen.

Manchmal darf man auch zurück blicken.

Vor allem wenn die Analyse aufging…
*Schulterklopf*
😉

Im Ernst nun, natürlich kann so eine langfristige Analyse gewisse Wahrscheinlichkeiten aufzeigen und mögliche grobe Stoßrichtungen wie der Kurs sich verhalten könnte aufzeigen.

Auf jeden Fall nett, wie die Marke von 7.600 hielt, die ich im Mai 2013 erwähnte und wie die 9.500 erreicht wurden im Dezember 2013…

DAX 2013 weiterer Verlauf nach der Analyse.

DAX_2013_langfristig

 

DAX – Ausblick (big picture Analyse) vom 10.05.2013

Basiswert:

DAX (Performance Index)

Zeiteinheit des Ausblicks:

Mittelfristig, d.h. mehrere Wochen bis Monate.

FAZIT:

Im Hauptszenario dürfte dem DAX nach Überwindung des Allzeithochs zunächst die Puste ausgehen und eine Pause einlegen. Dabei könnte der Kurs durchaus in den Bereich von 7.850 zurückfallen, ohne dass der Aufwärtstrend gefährdet wäre. Ganz im Gegenteil eine kurz Verschnaufpause ist sogar wünschenswert und zeichnet stabile und ruhige Aufwärtrends aus.

Hiernach ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der DAX in den Bereich von 9.000 bis 9.500 vordringt (vgl. obere Kanallinie).

Im weniger wahrscheinlichen Alternativszenario, fällt der DAX zügig unter das Allzeithoch zurück, um dann 7.670 bis 7.600 anzusteuern. Hier dürfte dann eine erste ernst zu nehmende Gegenwehr der Bullen starten. Gelingt es diesen allerdings in diesem Fall die 7.600 nicht zu verteidigen, drohen weitere Abgaben bis 7.180/88 und im schlimmsten Fall bis 6.396.

Die Prognosewahrscheinlichkeit des Hauptszenarios beträgt ca. 60 %.

Tendenz:

Kurzfristig = stagnierend bis leicht fallend

Mittelfristig = steigend

Langfristig = steigend

Widerstände: zunächst runde Kursmarken wie 8.300 und 8.400 sowie vor allem 8.500 und längerfristig 9.000. Es gibt noch einige Fibonacci-Projektionen, aber die sind zunächst nicht so entscheidend.

Unterstützungen: Allzeithoch 8.262 (8.136), 7.836, 7.676, 7.600/09, 7.500/475, 7.188, 6.396

Nachbetrachtung:

Der DAX befindet sich -nach dem Zusammenbrechen der New Economy / Internetblase – seit dem 13.03.2003 in einem grundsätzlichem Aufwärtstrend.

Nach der Subprime-Krise und dem Lehman Brother Chaos startet der DAX seit dem 10.03.2009 eine beeindruckende Erholungsralley, die zunächst jäh Ende August 2011 unterbrochen wurde.

Am 13.09.2011 begann der solide und intakte jüngste Aufwärtstrend (vgl. grüne Trendlinie mit drei Auflagepunkte (grüne Ellipse)).

Pro- und Contraliste für weiter steigende Kurse:

1) Pro

– Längerfristiger Aufwärtstrend aus dem Jahr 2003 (+)

– Aufwärtstrend seit September 2011 (+)

– Kurs über dem 50 Tage GD (+)

– 50 Tage GD steigt an (+)

– Kurs über dem 200 Tage GD (+)

– 200 Tage GD steig an (+)

– Golden Cross am 26.07.2012 (50er GD schneidet von unten nach oben den 200er GD) (+)

– Überwindung des Allzeithochs, welches nunmehr, wenn der Kurs sich signifikant darüber halten kann auf Wochenschlusskursbasis bzw. auf Monatsschlusskursbasis als Unterstützung etablieren kann (vgl. Polaritätswechsel) (+)

2) Contra

– Übertreibungsphase, der Kurs befindet sich 10,50% über dem GD 200 (-)

– RSI überkauft (-)

– Volumen nimmt ab (-)

– Kerzenkörper schrumpfen (-)

 

Tageschart (Detail, blaue Linie = Hauptszenario, graue Linie = Alternativszenario)

 

Tageschart (längerfristiger Überblick)

 

 

 

Schlussbemerkung:

In der technischen Analyse sollten wir keinesfalls vergessen, dass eine Prognose lediglich ein Arbeiten mit Wahrscheinlichkeiten darstellt und daher niemals den Anspruch haben kann, dass die Prognose exakt hunderprozentig so eintritt wie sie angedacht ist.
Die technisch Analyse ist eine Möglichkeit wahrscheinliche als auch unwahrscheinliche Ereignisse aufzuzeigen und zu gewichten und damit mögliche zukünftige Kursverläufe aufzuzeigen auf die sich dann ein Händler einstellen kann.
Sie ist jedoch nicht in der Lage mit absoluter Gewissheit einen Kurs, Kursverlauf, oder einen Zeitpunkt für einen bestimmten Kurs 100%ig zutreffend anzugeben.
Im besten Fall ermöglicht die technische Analyse eine bloße Zufallsaussage dahingehend zu verbessern, dass der Faktor Zufall ein wenig reduziert wird und es uns damit ermöglicht wird, eine Prognose mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von rund 60 % abzugeben.
Jedoch selbst wenn die Analyse lediglich in nur 50 % der Fälle eintritt, so ist diese dennoch nicht sinnlos gewesen, denn der spekulativ orientierte Anleger hat dann für jegliche Situationen die sich ergeben können eine Möglichkeit sich bereits im Vorfeld zu positionieren.

Daher ist es im Trading überlebenswichtig nicht blindlings der eigene Analyse oder der eines Dritten als “unabänderliche Wahrheit” zu vertrauen, sondern diese anzupassen und gegebenenfalls auch zu verwerfen und stets immer daran zu denken, dass das vermeintlich Unwahrscheinliche eintreten kann und oft auch wird.

Daher ist die technische Analyse lediglich nur ein kleiner Baustein. Die anderen Bausteine sind mindestens ebenso wichtig als die da wären ein Positions-, Geld- und Risikomanagement.

Schlussendlich ist es im Trading nicht wichtig Recht zu behalten, sondern dass am Ende des Jahres das Depot im Plus steht.

Viel Erfolg!

Euer Bullentrader

 Link zum Original-Post vom

10.05.2013 / 00:44 CEST

http://bullentrader.de/home/dax-ausblick-big-picture-analyse/

 

 

 

Deutsche Euroshop…laufender Short Trade…der K.O.

Tja, wer hat’s erfunden?
🙂
Ähhmmmmm

wer hat’s gestern gesagt?

Deutsche Euroshop geht auf die Bretter!

Der Wert steht kurz davor endgültig am Boden liegen zu bleiben. Also ein klassischer Knock out 🙂

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lfd. Trade Tui Long

TUI_M60_170914

lfd. Trade Siemens long

Siemens_M60_170914

lft. Trade Henkel Long

Henkel_M60_17092014